Madrid auf der Leinwand
Madrid war und ist der perfekte Drehort für zahlreiche nationale und internationale Filmproduktionen. Viele dieser Filme sind ohne einige der bekanntesten kulturellen und touristischen Sehenswürdigkeiten Madrids nicht vorstellbar. Angefangen bei der Avenida Gran Vía und ihren jahrhundertealten Gebäuden über die Plaza de Callao, die Puerta del Sol und die historische Plaza Mayor bis hin zum geschäftigen Bahnhof Atocha. Einzigartige Schauplätze wie das Prado-Museum oder der Retiro-Park gehörten von jeher zu den gefragten Drehorten. Mit Hilfe des neu erschienenen Führers „Die Route der Monumentalachse. Von Atocha bis zur Plaza de España“, lassen sich sowohl die Regisseure, entdecken, die sich für ihre Arbeit von Madrid inspirieren ließen als auch die Filme, die an einigen ihrer Spitzenschauplätze gedreht wurden.

Der Führer „Die Route der Monumentalachse. Von Atocha bis zur Plaza de España“, lädt Cineasten wie auch normale Kinogänger dazu ein, sich auf den Weg zwischen den beiden historischen Verkehrsachsen der Stadt zu machen und diesen Teil der Stadt aus der Perspektive der dort gedrehten Filme zu entdecken. Erstellt wurde er von der Forschungsgruppe GeoCine für das Filmbüro der Stadt Madrid und das Foro de Empresas por Madrid.
Auf dem filmischen Rundgang durch die Stadt zeigt sich das reiche audiovisuelle Erbe, das um die beiden Hauptverkehrsadern Madrids, den Paseo del Prado und die Gran Vía, entstanden ist. Die beiden Straßen sind Zeugen der Geschichte Madrids und spiegeln Szenen aus der Alltagsgeschichte vieler Madrider wieder.
Der Leitfaden vereint Werke aus verschiedenen Jahrzehnten und Genres, wodurch er ein sehr abwechslungsreiches Porträt Madrids und der dort gedrehten Filme bietet. Er kann auf der Website des Madrider Filmbüros heruntergeladen werden. Anhand von über 65 Filmen wird die kinematografische und urbane Vergangenheit beider Alleen beleuchtet. Viele von ihnen sind auf digitalen Plattformen wie Filmin, FlixOlé, Movistar+ und Amazon Prime Video verfügbar.
Der Rundgang beginnt am Bahnhof Atocha, dem Tor zur Stadt für viele der Protagonisten der in Madrid gedrehten Filme. Dazu gehören etwa La ciudad no es para mí (Pedro Lazaga, 1965) oder die internationalen Dreharbeiten zu Bourne Ultimatum von Peter Greengrass aus dem Jahr 2008. Auf der Plaza del Emperador Carlos V., ist das alte "Skalpell", das sich über den Atocha-Kreisverkehr erhob, in Filmen wie Enseñar a un sinvergüenza (Agustín Navarro, 1970) und dem Thriller Ogro (Gillo Pontecorvo, 1979) zu sehen.
Der Reiseführer lädt dann zu einem Halt im Museo del Prado ein, wo man die Abenteuer von Rita Hayworth und Rex Harrison in The Merry Thieves (George Marshall, 1961) ebenso verfolgen kann wie die von Manuel, dem Museumswärter, in The Hour of the Brave (Antonio Mercero, 1998).
Bekannte Plätze wie die Plaza de Cánovas del Castillo mit ihrem Neptunbrunnen erinnern an Der Rollstuhl (Marco Ferreri, 1960) oder den markanten roten Sportwagen in Eine tolle Nummer, ein Film von George Marshall mit Glenn Ford und Debbie Reynolds aus dem Jahr 1959.

Der Weg führt weiter zur symbolträchtigen Plaza de Cibeles, die in so unterschiedlichen Filmen wie National heritage (Luis García Berlanga, 1981), dem Hongkonger Actionfilm Mission Adler – Der starke Arm der Götter (Jackie Chan, 1991) oder in Manolo, guardia urbano (Rafael J. Salvia, 1956) zu sehen war. Die Kreuzung der Calle Alcalá mit der Gran Vía, die durch das Metropolis-Gebäude gekrönt und von der aus das imposante Telefónica-Gebäude zu sehen ist, kommen in der Komödie Radio Stories (José Luis Sáenz de Heredia, 1955) und dem Drama Life Goes On (Fernando Fernán Gómez, 1963) vor, in denen das Werk des Architekten Antonio Palacios zu sehen ist.
Die Plaza de Callao taucht aus verschiedenenBlickwinkeln in Filmen wie El misterio de la Puerta del Sol (Francisco Elías, 1929), dem ersten spanischen Tonfilm, wie auch in Mein blühendes Geheimis von Pedro Almódovar aus dem Jahr 1995 auf.
Das letzte Stück der Gran Vía, zwischen Callao und Plaza de España, kann im Rhythmus der Tonadilla zusammen mit Las chicas de la Cruz Roja (Rafael J. Salvia, 1958), unter dem melancholischen Blick des von Alfredo Landa gespielten Detektivs in The Crack II (José Luis Garci, 1983) oder völlig menschenleer in Virtual Nightmare (Alejandro Amenábar, 1997) entdeckt werden.

Die Plaza de España wurde mit Titel wie El día de los enamorados (Fernando Palacios, 1959) und The Pleasure Seekers (Jean Negulesco, 1964) bis hin zu den Höhenansichten des kürzlich eingeweihten Edificio España in Bonjour la chance (Edgar Neville, 1957) oder dem Protagonisten von Maravillas (Manuel Gutiérrez Aragón, 1981) mit der imposant erscheinenden Stadt im Hintergrund unsterblich. Diese Filme sind bereits zu authentischen historischen Dokumenten geworden, die die mehrfache Umgestaltung des Platzes im Lauf der Zeit bezeugen.
Weitere Infos:
https://cityofmadridfilmoffice.com/paseo-cine-atocha-espana/#guia-eje-monumental
