Herausgeputzt – Ein Streifzug zu den Werken der Street Art in Spanien
Alles andere als bröckelnd zeigen sich die Fassaden der Häuser auf unserer besonderen Reise durch Spanien. Leiten lassen wir uns auf dieser Reise von der Straßenkunst, der Street Art oder Arte Urbano, wie die Spanier sagen.
Die Anfänge der modernen Street Art liegen wohl in der illegalen Graffitibewegung, eine Protestbewegung in den Großstädten der USA und Mexikos, wo sie als „Muralismo“ berühmt wurde, aber auch in europäischen Städten, vor allem Paris. Insbesondere die Hip-Hop-Szene machte sie zunächst im New York der 70er Jahre, weltweit in den 80er Jahren populär.
Heute hat die Street Art, die mittlerweile in der Hauptsache aus bildlichen Darstellungen – ohne den einstigen überwiegenden Anteil an Schrift – vor allem dank Künstlern wie Banksy Einzug gehalten in Galerien und Museen und gilt als etablierte Kunstrichtung. Was die Street Art und ihre Künstler heute auszeichnet, ist vor allem ihre Vielseitigkeit, auch hinsichtlich der Intension der Künstler. Ironie und Satire, Humor, Kritik, die Anregung zur Reflexion über gesellschaftspolitische Themen, spielen noch immer eine große Rolle, aber das Besondere, das allen innen ist, ist der Überraschungseffekt, den diese Art von Kunst hervorruft, dass sie dort auftaucht, wo man sie nicht erwartet, inmitten des öffentlichen Raums, den die Künstler zu einem beeindruckenden Freiluftmuseum verwandeln, an dem man nicht einfach bei einem Städtetrip vorbeigehen sollte.
Street Art in Madrid
Unsere Reise beginnen wir, wie sollte es anders sein, in der Hauptstadt Spaniens, in Madrid, wo sich Künstler wie Muelle, Dr. Hofmann, Susu33, Kool, Nuria Mora oder Zeta bereits seit den 80er Jahren einen Namen gemacht haben. Aus der beeindruckenden Vielzahl an Fassaden-Kunstwerken wollen wir nur einige betrachten auf unserem Weg durch die Stadt. In Madrid sind es vor allem Viertel, wie Lavapiés, La Latina oder Malasaña, die eine Vielzahl kunstvoller und alternativ gestalteter Fassaden aufweisen. Viele der heute bekanntesten Werke der Street Art in Madrid entstanden im Rahmen eines der prominenten Festivals und Projekte, die dieser Kunstrichtung in Madrid und der Verschönerung der einzelnen Stadtviertel gewidmet sind: Madrid Street Art Project, CALLE Lavapiés, UVNT Art Fair, Intermediae und das Projekt Paisaje Tetuán, Pinta Malasaña oder Compartiendo Muros.

Und so steht man dann auch bewundernd vor den jährlich erneuerten Fassaden der ehemaligen Tabakfabrik La Tabacalera, dem riesigen sich umarmenden Paar des Künstlers D*Face in der Calle Embajadores oder dem nachdenklich blickenden farbigen Jungen im Rollstuhl des deutschen Graffiti-Künstlers Case Maclaim in der Nähe der Puerta del Sol. An der Ecke der Calle Embajadores mit der Travesía wird man gefangen genommen von den satten Farben und geometrischen Formen, die sich zum überdimensionalen Gesicht eines Menschenaffen zusammensetzen, die der Künstler Okuda San Miguel aus Santander in Zusammenarbeit mit dem Portugiesen Bordalo geschaffen hat. So erstrahlen mehr und mehr Häuserfassaden und die Fassaden alter Markthallen oder Geschäftsgebäude in neuem, kunstvollen Glanz.

Wer sich für die Street Art, ihre Geschichte und Entwicklung in Madrid interessiert, dem bietet die Street Art Tour Madrid einen aufschlussreichen Rundgang: https://cooltourspain.com/street-art-tour-madrid/
Weitere Infos zu Straßenkunst und Events zu diesem Thema bei der Madrider Tourismuszentrale: https://www.esmadrid.com/de/strassenkunst-madrid
Weitere Links (spanisch): https://www.timeout.es/madrid/es/arte/el-mapa-del-arte-urbano-de-madrid
Barcelona – Einer der Pioniere der Street Art in Spanien
Zu den Pionieren der Street Art in Spanien gehörte natürlich Barcelona. Die Stadt, die seit jeher der Moderne und alternativen Kunstströmungen und städtebaulichen Innovationen zugeneigt war, orientierte sich in den 80er Jahren an der Pariser Street Art-Szene und wurde eine der europäischen Graffiti-Hauptstädte. Internationale Künstler der Szene kamen nach Barcelona und hinterließen der Mittelmeer-Metropole einzigartige Kunstwerke auf Mauern und Fassaden.
Da ist beispielsweise Bronik, eine Künstlerin aus Peru, deren farbenfrohe Wandgemälde in mehreren Stadtteilen zu sehen sind, eines davon, zwei junge, an einem Haarzopf verbundene Frauen in La Ribera. Inmitten der Finanzkrise schuf der italienische Künstler Blu an einer Mauer im Arbeiterviertel El Carmel einen überdimensionalen Hai, zusammengesetzt aus 100-Euro-Scheinen, der die Initialen der PSOE, der Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei, zu verschlingen droht.

Einer der heute berühmtesten Street Art Künstler der Welt, El Xupet Negre (Carlos Redón), hat an zahlreichen Fassaden Barcelonas sein Logo und Erkennungsmerkmal, einen schwarzen Schnuller, hinterlassen. Ebenfalls offen schaut man auf die großen Frauenporträts von Btoy, einer weiteren Künstlerin der Street Art Szene Barcelonas. Andere bekannte Namen sind Miss Van, Vinz, Zosen, Gold, H101, Mina Hamada, Onergizer, der Franzose C215, Eledu, Sebastien Waknine, Arsenie Krasnevski, Zems Oner oder Kram, um nur einige zu nennen.
Viele Werke von diesen bekannten Künstlern findet man auf den Fassaden und Wänden des Nau Bostik Kulturzentrums. Neben den in der ganzen Stadt verteilten Street Art Werken, konzentriert sich ein großer Teil von ihnen in den Stadtviertel Sant Martí und El Poble Sec, dort vor allem im Park Los Jardines de las Tres Chimeneas.

Auch in Barcelona kann man sich auf geführte Street Art Touren begeben. Infos dazu unter: https://bcnshop.barcelonaturisme.com/shopv3/es/product/24133/barcelona-street-art-walking-y-bike-tour.html
Einen speziellen Stadtplan, in dem die Werke der bekanntesten Künstler der Street Art-Szene Barcelonas aufgeführt sind, findet man unter: https://maps-barcelona.com/maps-barcelona-attractions/street-art-barcelona-map .
Street Art in Valencia in der Altstadt und am Turia
Escif ist der - von manchem als der „spanische Banksy“ bezeichnet Künstler, der uns in Valencia auf einer Street Art Tour vor allem begegnet. Aber auch Blu, der italienische Street-Art-Künstler, den wir in Barcelona schon kennengelernt haben, und die in Valencia lebende, gebürtige Argentinierin Hyuro prägen die urbane Kunst in der sprudelnden Mittelmeerstadt
Ausgehend vom Rathaus Platz, Plaza del Ayuntamiento durch die Calle Peydro Richtung Plaza Merced stößt man gleich auf einige der berühmtesten Werke von Escif, auffallend vor allem das Polizeiauto, das die Wände prägt. Und an der Plaza Merced fällt ein sehr eindringliches Graffiti in Schwarz-Weiß von Hyuro ins Auge, das sich gegen den Umgang der Menschen mit Tieren richtet. Nur ein Stückchen weiter Richtung Zentralmarkt findet sich ein weiteres beeindruckendes Graffiti der beiden Künstler, das ein Rudel Wölfe zeigt, die ein Auto umkreisen. Weiter auf der Tour durch die herrliche Altstadt Valencias, in der man natürlich auch die großen Highlights der Stadt, wie die Seidenbörse, der Mercado Central selbst oder die Kathedrale mit in die Besichtigung einbeziehen sollte, tauchen dann die farbenfrohen Wandgemälde der valencianischen Street Art Künstlern Julieta XLF auf.

Die Tour setzen wir fort bis ans nördliche Ende der Altstadt ins Viertel El Carmen, dem Stadtteil, den die Liebhaber der Street Art in Valencia unbedingt besuchen müssen, denn hier befinden sich einige der beeindruckendsten Graffiti der Stadt, ob von Escif oder den Italienern Blu und Erica II Cane. Unter vielen anderen fasziniert ein Wandgemälde gegen den Krieg, das an die berühmte Guernica von Picasso erinnert.

Geführte Routen zur Street Art in der Altstadt und El Carmen finden sich unter anderem auf der offiziellen Seite von Valencia Tourism: https://www.visitvalencia.com/en/shop/guided-tours/guided-tours-old-city/street-art-tour .
An einem weiteren, sehenswerten Graffiti-Projekt unter dem Namen „Abstrakt – Ein Fluss der Kunst“, das im Park entlang des ehemaligen Flussbetts des Turia entstanden ist, arbeiteten mehrere namhafte Künstler: Sandra Betancourt, Murone, älex Marco, AALL, Capi Cabrera, Rubén Viard, Nico Barrios, Roice183, Rubén Tortosa, Ángel Toren, Kaufman und Zurik. Brücken, Wände, Sportstätten entlang der fast 10 Kilometer langen Gärten haben sich in ein Open-Air-Museum der Straßenkunst verwandelt, die man auf einer Route bewundern kann: https://www.visitvalencia.com/en/what-to-do-valencia/city-routes/graffiti-route

Kleine und mittelgroße Städte machen mit Street Art von sich reden
Fündig werden Street Art Fans aber heute nicht nur in den großen Metropolen. Auch beim Besuch von mittelgroßen und kleineren Orten, ja sogar Dörfer, sollte man die Augen offenhalten. Städte, wie Tudela, Lugo, Vigo, Logroño, Valladolid, Vitoria-Gasteiz, Zamora oder Ferienorte wie Calpe, wo die hübsche Altstadt zahlreiche kunstvolle Fassaden aufweist, und Estepona verfügen über ein angesehenes Ensemble an Werken der Street Art und bieten Routen entlang der kunstvoll gestalteten Mauern und Fassaden.
Das Festival Avant-Garde Urbano in Tudela entstand im Jahr 2010 auf die Initiative zweier Anhänger der Zeitgenössischen Kunst mit dem Ziel die Fassaden und Wände der Stadt von berühmten internationalen Künstlern verschönern zu lassen. Heute gehört es zu den etablierten Events dieser Art weltweit und Tudela hat sich zu einem der bedeutendsten Orte dieser Kunstrichtung gemausert.

Weit mehr als 20 Mauern und Fassaden weisen riesige Kunstwerke auf und sind in der Stadt inmitten der Gemüsefelder im Süden von Navarra zu bewundern. Künstler wie Jeff McCreight ‘Ru8icon’, Mina Harana oder Miss Van haben den Fassaden der Stadt ihre Zeugnisse hinterlassen, die auf einer Route von mehr als drei Kilometern bewundert werden können. Seit 2018 wurde das Festival auf umliegende Dörfer wie Arguedas oder Peralta ausgeweitet, die nunmehr auch auf die ein oder andere kunstvolle Fassade von namhaften Graffiti-Künstlern blicken dürfen.

Auch durch die Altstadt und das Arbeiterviertel Zaramaga von Vitoria-Gasteiz, der Hauptstadt der baskischen Provinz Alava führt mittlerweile eine „Mauern-Route“. Im Jahr 2007 wurde aus einer Nachbarschaftsinitiative der Verein IMVG mit dem Ziel sowohl Künstler als auch die Bürger der Stadt zu animieren, die Fassaden ihrer Stadt in einer gemeinsamen Initiative zu verschönern und lebenswerter zu gestalten. Mittlerweile gehören der Vereinigung zahlreiche Künstler aus ganz Spanien und von mehreren Ländern der Welt an und ihre riesigen Fassaden-Kunstwerke faszinieren Besucher der Stadt, die nebenbei auch als eine der grünsten und nachhaltigsten Städte Spaniens gilt: https://entradium.com/de/events/ruta-de-los-murales-castellano und http://www.muralismopublico.com/p/en/guided-mural-tours.php

Seit 2014 Luis Olaso und Aaron Diego begannen eine Mauer der galicischen Stadt Vigo in Kunst zu verwandeln, wuchs jährlich die Anzahl der mit Straßenkunst und Graffiti verschönerten Fassaden, die mittlerweile zu den Attraktionen der Hafenstadt an den Rías Baixas zählen. Die Stadt mit anderen Augen und aus neuer Perspektive zu entdecken, ist dann auch das Motto unter dem die verschiedenen Routen auf der Entdeckung der Street Art in Vigo stehen. Sie werden jeweils mit einem eingeladen Graffiti-Künstler durchgeführt und erklären die Ursprünge dieser Kunstrichtung genauso wie die Techniken und Ideen, die hinter den Kunstwerken stehen. Infos unter: https://www.vigoturistico.com/recorremos-vigo-para-conocer-las-claves-del-arte-urbano-de-la-mano-de-artistas-locales/ (auf Spanisch). https://www.vigoturistico.com/portfolio/free-tour-vigo-alternativo-cultura-y-arte-urbano/
Das beste GraFfiti der Welt 2021 befindet sich in Lugo
Eine andere galicische Stadt, Lugo im Landesinneren, kann sich über einen ganz besonderen Preis freuen. Das Kunstwerk "Julius Cesar" an der Fassade eines Bürogebäudes der galicischen Landesregierung gegenüber der alten römischen Stadtmauer, einem UNESCO Weltkulturerbe, wurde im vergangenen Februar von der Vereinigung Street Art Cities zur weltbesten Mauer 2021 gewählt. Geschaffen hat es der galicische Künstler Diego Anide Seijas mit dem Künstlernamen Diego As.
Aber vier weitere Kunstwerke in Spanien kamen unter die besten zehn: Auf Platz zehn ein Werk von der galicischen Künstlerin Lula Goce in Aranda del Duero, Platz sieben belegt ein Graffiti von Mon Devane, das direkt am Jakobsweg in Triacastella zu sehen ist. Auf Platz 6 kam ein Werk von Espinosa, mit dem Namen Tinte Rosa in Burgos und den vierten Platz belegt Tardor Roselló mit einem Werk in Denia an der Costa Blanca.

Eigentlich ist Zamora, eines der herrlichen mittelalterlich anmutenden Städtchen am Fluss Duero in Kastilien León, berühmt für die feierliche Schönheit und schwermütige Stimmung seiner Karwochen-Traditionen. Und natürlich sieht man die Figuren der an den Prozessionen teilnehmenden Nazarenos, der Büßer in ihren verhüllenden Gewändern und Kapuzen, nicht nur in Form eines Denkmals, sondern auch als riesiges Wandbild an einer der Hausfassaden. Wunderbare Kunstwerke, die einem auf dem Weg durch die Straßen die Geschichte, die Menschen, das Leben, die Sehenswürdigkeiten und die Traditionen der Stadt nahebringen, lassen uns staunen und die Stadt von einer vollkommen anderen Perspektive entdecken. Infos:
https://turismo-zamora.com/zamora-variopinta.html ; https://ociozamora.com/ruta-murales-zamora-variopinta-arte-urbano/ ; https://rutadelaplata.com/que-ver/arte-urbano-zamora-variopinta/

Street Art – Eine Pause von Sonne und Strand an der Costa del Sol
Wer seinen kommenden Sommerurlaub an der Costa del Sol verbringt und sich für Street Art interessiert, sollte sich einen Tag im weißen Küstenstädtchen Estepona gönnen. Weit mehr als 60 gigantische Werke blicken uns dort von den Fassaden und Mauern entgegen. Sie erzählen uns Geschichten zum Leben in dem andalusischen Städtchen, die sich manchmal über mehrere Fassaden ziehen.
So die bildliche Erzählung eines „Angeltages“ von José Fernández Rios. Ganze sechs nebeneinanderliegende Fassaden bilden die längste Mauer Spaniens und eine der längsten in Europa. Ein zweites riesiges Werk von demselben Künstler zeigt ein Mädchen sehr realistisch beim Gießen eines Baumes. Realität und Bild gehen bei diesem Werk ineinander über. „Die Seelen des Meeres“ bilden eine weitere Hommage an das Leben in dem einstigen Fischerstädtchen, während die Künstlerin Blanca Larrauri mit ihrem Werk „Aires de Música“ dem 75. Jubiläum des ortsansässigen Orchesters gedenkt.

Dem II Internationalen Wettbewerb Künstlerischer Mauern (II Concurso Internacional de Murales Artísticos) im Jahr 2020 verdankte Estepona das erste Braille-Wandbild in Spanien, das aus einzelnen Keramikstücken besteht und ebenfalls an das Meer erinnert. Es stammt von dem asturischen Künstler Francisco Redondo. Gewonnen hatte den Wettbewerb vor zwei Jahren das Werk „La caída“, „Der Fall“ des russischen Künstlers Vyacheslav Gunin ‘Sav45’. Es zeigt eine schlafende Frau, die umgeben von fallenden Blättern und Blüten von der Natur träumt.
Informationen: https://turismo.estepona.es/lugares/lugares-de-interes/murales-artisticos/# (einschließlich Prospekt zu der Route entlang der künstlerischen Mauern und Fassaden von Estepona).

Und noch ein Ort am Meer, Los Alcázares in der Region Murcia am Mar Menor gelegen, hat eine Reihe von kunstvoll gestalteten Fassaden, die den Rundgang durch den Ort mit knapp 17.000 Einwohner und eine Pause von Sonne und Strand lohnen. Vor wenigen Jahren vereinigte die Künstler-Gruppe "La Compañía de Mario" mehr als 70 Künstler, um die Fassaden ihres Ortes zu verschönern. Heute sind es mehr als 40 Wände, die auf einer Runde von drei Kilometern bewundert werden können.
https://www.murciaturistica.es/es/ruta/ruta-de-arte-urbano-por-los-alcazares-1801/
Kein Ort wie jeder andere – Auch die Dörfer mischen mit
Es gibt viele weitere Städte und sogar Dörfer in Spanien, die die Street Art für sich entdeckt haben und wir wollen hier auch auf einige wenige „Pueblos“ hinweisen. Zum Beispiel auf El Provencio, ein Dorf in der Provinz Cuenca in Kastilien La Mancha. Hier findet regelmäßig die Internationale Ausstellung des Comics statt, auf der sich seit einigen Jahren die wichtigsten Cartoonisten der Comicindustrie treffen. Auf einer der letzten wurde der Kreis erweitert um Comic Walls, eine Vereinigung, die die Comiczeichnungen auf Wände und Fassaden transportierte. Und so zählt der 2.500-Seelen-Ort heute 10 Wände, die die Geschichten von bekannten Comics erzählen. Wahrlich kein Ort wie jeder andere.

Ein solcher Ort ist auch Belorado in der Provinz Burgos. Das Dorf bietet seit einigen Jahren seinen Besuchern einen „Paseo del Arte“ - „Spaziergang der Kunst“ entlang der zahlreichen bemalten Mauern, Fassaden und Plätze des Dorfs bietet: https://www.belorado.org/index.php/turismo/que-ver/paseo-del-arte/
Alfamén liegt in der Provinz Zaragoza an der Weinroute von Cariñena. Das Dorf mit kaum mehr als 1.500 Einwohnern hat dank des Internationalen Festivals für Urbane Kunst Asalto (http://alfamen.asalto.org/), das alljährlich in Zaragoza, der Hauptstadt Aragóns, stattfindet, und sich 2017 auf die Provinz ausweitete, seit 2017 an die 30 Kunstwerke an den Fassaden seiner Häuser und Mauern zu bieten, die man in einem Rundgang bewundern kann. Das Besondere an diesem Festival ist, dass die prominenten Künstler der Street Art für einige Zeit mit den Bewohnern leben und mit ihnen gemeinsam die Kunstwerke entstehen und „wachsen“ lassen. Ein Rundgang entlang der kunstvollen Fassaden findet sich auf Wikilok: https://es.wikiloc.com/rutas-a-pie/alfamen-murales-festival-asalto-93683501

Und damit beenden wir unsere Reise durch Spanien wieder in einer Stadt. Denn natürlich hat auch Zaragoza mit diesem jährlichen Festival (Festival Asalto), das dort seit vielen Jahren stattfindet, nachdem die Street Art auch in Zaragoza in den 80er Jahren Einzug gehalten hatte, zahlreiche Werke der Straßenkunst zu bieten. https://www.zaragoza.es/sede/portal/turismo/post/arte-urbano?locale=en.
