Ruta Vino Rias Baixas

Neues aus Spanien

ACEVIN

Februar 2022


Das Barro-Weinfest in Pazo da Crega für Liebhaber von Albariño-Weinen

 

Wer auf der Suche nach authentischem Weingenuss in unverfälschten Naturlandschaften des „tiefen“ Spaniens ist, wird sicherlich in der galicischen Gemeinde Barro fündig. Sie liegt 15 km von der Stadt Pontevedra entfernt im Nordosten der gleichnamigen Provinz. Die Region vereint Natur- mit historisch-religiösen Kulturschätze, weshalb sie auch als feste Station für Pilger auf dem portugiesischen Jakobsweg beliebt ist. So ist für sie ein Halt in der Pfarrkirche San Martiño de Agudelo in der Gemeinde Perdecanai obligatorisch.

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Auf der flachen Hochebene in der Umgebung von Barro, die von niedrigen Bergen durchsetzt ist, wachsen Eichen, Weiden und Holunderbäume. Neben den vielen Weinbergen laden Kiefern-, Eukalyptus- und Buschwälder, in denen Füchse, Kaninchen, Rebhühner und Hasen leben, zum Wandern ein.

Um die versteckten Ecken und Winkel der Gemeinde kennenzulernen, lohnt sich insbesondere eine Wanderung durch den Naturpark Barosa. Ein Rundweg entlang des gleichnamigen Flusses eröffnet einen herrlichen Panoramablick auf eine Kaskade, in der sich eine ganze Reihe von 12 unterschiedlich erhaltenen Wassermühlen befinden, die einst zum Mahlen von Mais, Weizen und Roggen dienten. Heutzutage erfrischen sich die Wanderer in den natürlichen Wasserbecken.

Der Sommer und die gleichzeitig trockenste Jahreszeit des Jahres dauert laut Thermometer drei Monate und reicht von 15°C bis zu einem Maximum von 25°C. In der kalten Jahreszeit herrschen Temperaturen zwischen 6°C und 12°C. In sieben Monaten des Jahres hat Barro eine hohe Niederschlagsmenge zu verzeichnen, was sich aber für den Weinanbau äußerst positiv auswirkt.

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Wein- und Gastronomietourismus in Barro

In den Weinbergen von Barro werden vor allem die beliebten Caiño- und Albariño-Trauben angebaut, die teilweise sogar mit der Herkunftsbezeichnung Rías Baixas ausgezeichnet sind. Dort wurde der Weinbau in den letzten Jahrhunderten bis noch vor wenigen Jahrzehnten als Subsistenzwirtschaft betrieben. Dies bedeutete, dass die Reben auf die gleiche Weise wie Kartoffeln, Zwiebeln oder Erbsen angebaut wurden. Außerdem gab es in jedem Haus noch eine kleine "Viehzucht", die mit ein paar Schweinen und Schafen, einem Dutzend Hühnern, Kaninchen der Selbstversorgung diente. 

Der Albariño-Wein erinnert vom Aroma her an Zitrusschalen, frische Kräuter, weiße und grünen Früchte, aber auch an Mineralien und salzigen Stein. Die schwereren Noten schmecken nach reifem Steinobst oder einem Hauch von Honig.

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Das Weinfest von Barro

Immer am dritten Wochenende im Juni, in diesem Jahr vom 17.-19. Juni, feiern die Einwohner von Barro zu Ehren des Albariño-Weins ihr traditionelles, dreitägiges Weinfest. Auf diese gleichsam gemeinnützige und unterhaltsame Weise können Produktionsreste verkauft und Platz in den Kellern geschaffen werden, um die Weinlagerung für das nächste Jahr vorzubereiten.

Ein vortreffliches Menü aus Empanadas, Oktopus, Fleisch oder Eintöpfen begleitet den Weingenuss. Zum Fest gehören außerdem ein Wettbewerb um die besten Jahrgänge, Verkostungen und musikalische Darbietungen. Am letzten Tag des Festes können die Anwesenden kostenlos sich an einer Sardiñada, Brot und Wein ergötzen.

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