Vilaller – Das erste magische Dorf in Katalonien
Vilaller im Landkreis Alta Ribagorça ist der erste Ort in Katalonien, der sich dem „Netz der magischen Dörfer Spaniens“ angeschlossen hat. Diese Initiative wird vom "Institut für lokale Entwicklung und Sozialstudien" gefördert und würdigt die Maßnahmen einer Gemeinde in den Bereichen Lebensqualität, Stadtplanung, Kulturerbe, Feste, Traditionen, Gastronomie, lokale Produkte, Landschaft und Natur, die diese Dörfer zu einzigartigen und magischen Orten machen. Darüber hinaus unterstützt die Initiative die Gemeinden bei der Aufwertung ihrer für den Tourismus interessanten lokalen Ressourcen.
Das Netz der magischen Städte besteht aus 114 Orten, die zu 112 Gemeinden gehören. Es umfasst wichtige touristische Ziele wie Cambados, Cangas de Onís, Chipiona, Combarro, Comillas und Luarca, historische Städte wie Cabra, Madrigal de Altas Torres, Peñafiel, Toro und Utrera sowie unbekanntere Kleinode wie Peñaranda de Duero, Mora de Rubielos, Higuera de la Sierra und Aýna. Auch reizvolle Dörfer, die ebenfalls ein Bezugspunkt für lokale Qualitätsprodukte sind, wie Trevélez, Elciego, Viana, Taramundi und Cumbres Mayores sind teil des Netzwerks.

Die Gemeinde Vilaller im Nordwesten der Region Alta Ribagorça grenzt an den Fluss Noguera Ribagorçana. Zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten gehören die engen Gassen, die das mittelalterliche, geschlossene Dorf durchziehen, die Stadtmauer aus dem 11. Jahrhundert, der botanische Rundweg Camino del Obago, der an der neoklassizistischen Kirche Sant Climent vorbeiführt, das alte Gefängnis (das als das älteste in Lleida gilt), die Ulme von Trinquet (ein monumentaler, tausend Jahre alter Baum, um den sich die Behörden versammelten, um das Allgemeine Konzil zu feiern) wie auch das Heiligtum der Jungfrau von Riupedrós, die Überreste der Alten Brücke und eine Getreidemühle aus dem 16. Jahrhundert sowie mehrere Kapellen.
Als besonders symbolträchtige Feste gelten der Fallas-Abstieg am 23. Juni, die Wallfahrt von San Urbano am 25. Mai und der Kreuzweg in der Karwoche am Karfreitag. Am 16. Juni findet auch in Senet, einem zur Gemeinde Vilaller gehörenden Dorf, das Fallas-Fest statt.
Die Gastronomie stützt sich auf natürliche Ressourcen und alte Traditionen. Lammfleisch, das tief in der lokalen kulinarischen Tradition verwurzelt ist, wie auch Schweinefleisch und seine Nebenprodukte spielen eine wichtige Rolle. Andere Spezialitäten wie die Fleisch- und Gemüsesuppe „Vianda“, Eintöpfe und Pilze der Saison sind gastronomische Grundpfeiler, die es dem Besucher ermöglichen, eine originelle Vielfalt an Produkten und Stilen zu genießen, die von der traditionellen bis zur Haute Cuisine reicht. Die Gemeinde nimmt auch an den Gastronomietagen "Km0" in Alta Ribagorça teil, die im Herbst stattfinden.


Vilaller kann sich damit rühmen, bereits eine ganze Reihe von Auszeichnungen erhalten zu haben. So wurde der Ort wegen seiner mittelalterlichen geschlossenen Dorfanlage zum Kulturgut von nationalem Interesse erklärt. Seit 2016 gehört er zu den Blühenden Städten oder Villas Floridas; er ist eine Starlight Destination (Area of light quality), eine Acoustic Quality Zone und aufgrund des Fallas-Festes in den Pyrenäen Teil des Immateriellen Erbes der UNESCO.
Die Organisatoren des Netzwerks „Magische Dörfer“ stellen Interessenten eine Art Pass zur Verfügung, der in jedem der magischen Dörfer abgestempelt werden kann und der nach einer bestimmten Anzahl von Besuchen Zugang zu verschiedenen Preisen gewährt.
Weitere Informationen:
Stadtverwaltung Vilaller
Tel. 973 69 70 14
