Das Salztal von Añana – neuer Partner von HITTS
Das EU-Projekt HITTS zielt darauf ab, die kulturellen und natürlichen Besonderheiten der ländlichen Gebiete im Südwesten von Europa (Spanien, Frankreich, Portugal und Andorra) durch die Wiederbelebung des Kultur- und Naturerbes, das künstlerische Schaffen und die Entwicklung einer öffentlich-privaten Zusammenarbeit durch innovative Methoden und Instrumente zur Förderung eines nachhaltigen und ökologischen Tourismus (Slow Tourism) aufzuwerten. Ökologische, soziale und künstlerische Aspekte werden als grundlegend angesehen, ebenso wie die Schaffung eines lokalen Governance-Systems, das sowohl die öffentlich-private Zusammenarbeit als auch die Beteiligung und Sensibilisierung der Bürger umfasst.

Das Salztal von Añana ist ab sofort einer der acht Partner des HITTS-Projekts, das sich für die Erhaltung der einzigartigen Landschaft einsetzt und gleichzeitig der Entvölkerung von ländlichen Gebieten, der Abwanderung von Fachkräften und der Überalterung der Bevölkerung entgegentritt. Es wird das Ziel einer länderübergreifenden Kampagne zur Förderung des Tourismus in ländlichen Gebieten sein, um neue nachhaltige und verantwortungsbewusste Reiseziele zu schaffen und die wirtschaftliche und soziale Entwicklung dieses Gebiets zu fördern.
Die Salinen von Añana, nur 30 km von der baskischen Hauptstadt Vitoria-Gasteiz entfernt, gehören zu den ältesten Salzwerken der Welt und blicken auf eine 6.500 Jahre alte Geschichte zurück. Das hier gewonnene Salz ist besonders rein und stammt aus einem Meer, das sich vor 200 Millionen Jahren hier befand.

Valle Salado, so der spanische Name für das Salztal, in der alavesischen Gemeinde Añana ist derzeit eine der kulturell imposantesten und am besten erhaltenen Landschaftsgebiete in Europa. In der ältesten Stadt der Provinz Alava und dem, was vor 200 Millionen Jahren noch Gewässer eines weiten Meeres waren, erhebt sich die stolze, in über 5.000 Jahren entstandene Kulturlandschaft unter freiem Himmel: Schelfe, auf denen sich die aus der Quelle stammende Salzsole zur Salzgewinnung mittels Verdampfung durch Sonnenwärme ergießt.

Ein eigentümliches und ausgedehntes Holzkanalnetz leitet das Wasser in die verstecktesten Winkel von Valle Salado. Neben der Gelegenheit zu einem Spaziergang durch die Geschichte und die überraschende Architektur dieser ungewöhnlichen Landschaft können die Besucher ihre Hände und Füße mit Salzlake befeuchten. Sie lernen die Rudimente des Jahrtausende alten Berufes der Salinenarbeiter somit aus erster Hand kennen.
Valle Salado ist auf einem der seltsamsten geologischen Phänomene, nämlich auf einem Salzdiapir oder Salzstock angesiedelt. Dabei handelt es sich um unter Gebirgsdruck verformte, mächtige Salzgesteinsstrukturen, welche kegel- oder zapfenförmig durch überliegende Gesteinsschichten dringen und diese plastisch deformieren.
Die Salinen von Añana bieten vom touristischen Standpunkt aus jedoch noch viel mehr als nur die Salzherstellung, denn sie weisen wichtige archäologische Überreste aus dem Mittelalter auf, die derzeit erforscht und geborgen werden. So kann man in einwandfreiem Zustand erhaltene Eisenhütten sehen, Schmieden und Öfen; eine Kirche, mehrere Wallfahrtskapellen und das letzte noch betriebene Kloster des Ritterordens von San Juan de Jerusalén mit mehreren Palästen. In unmittelbarer Nähe des Ortes gibt es außerdem ein bedeutendes Vorkommen an Tierspuren und Vegetation aus einer Zeit von vor etwa 22 Mio. Jahren.

Empfehlenswert ist auch eine Wanderung zu dem 11 km entfernten Turmpalast der Familie Varona, die einzige Festung in der Provinz Álava, die sich noch im Besitz ihres Burggrabens befindet und die seit dem 12. Jahrhundert bis zum heutigen Tag von den direkten Nachfahren dieser Familie bewohnt wird.
ANREISE:
Mit dem Bus: Die bequemste Art, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Salztal von Añana zu kommen, ist mit dem Bus ab Vitoria-Gasteiz (Linie 13 Salinen von Añana).
Quelle:
Tourismus Euskadi - Valle Salado de Añana
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