Puesta de sol en Tenerife

Neues aus Spanien

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Juli-August 2024

Teneriffa: eine Insel für Foodies

Auf Teneriffa ist die Küche ein integraler Bestandteil der lokalen Kultur und gleichzeitig ein wichtiges Identitätsmerkmal. Sie bietet eine kulinarische Vielfalt, die durch die vom Atlantik beeinflusste Verbindung zwischen Europa, Afrika und Amerika bestimmt ist.

Auf Teneriffa lässt sich die traditionelle lokale Küche in den für die Insel typischen Guachinches genießen, oder aber in Lokalen mit Michelin-Sternen und Repsol-Sonnen, die Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse der Insel optimal zur Geltung bringen. Auch die Weine erweisen sich als einzigartig, denn der vulkanische Boden, auf dem die Reben wachsen, und die Passatwinde, die das ganze Jahr über wehen, erzeugen einen ganz besonderen Geschmack.

Kanarische Inseln
Turespaña

In allen Ecken der Speisekammer Teneriffas entfaltet sich ein Farbenspiel, das wie ein natürliches Stillleben anmutet. Die Früchte mit ihren unterschiedlichen Formen und Farbnuancen vereinen sich zu einem Konglomerat aus Geschmacksrichtungen und Aromen. Bananen mit goldener Schale und süßem Fruchtfleisch treffen auf intensiv grüne Avocados, deren Inneres einen cremigen Schatz verbirgt. Papayas mit ihrem orangefarbenen und saftigen Fruchtfleisch wirken wie reife Sonnen, die den Raum erhellen.

Doch in dieser Speisekammer werden auch frische Fische wie der Sama mit seinen silbernen Schuppen, der Cherne genannte Zackenbarsch, der Viejo mit seiner rauen Haut und der schmackhafte Thunfisch gelagert. Auf den Tisch kommen ein Dutzend verschiedener Honigsorten, deren goldene Flüssigkeit die Geheimnisse der Blumen bewahrt. Ziegen- und Schafskäse spiegeln in ihren Aromen die Texturen von alten Mandelbäumen wider. Das Fleisch von Kaninchen, Ziegen und schwarzen Schweine mit ihren einzelnen geschützten Ursprungsbezeichnungen bewahren die Traditionen der Vorfahren.

Wenn diese kulinarischen Schätze in der Küche eingesetzt werden, gesellt sich zum Fleisch die magische rote oder grüne Mojo Sauce, die alle Sinne weckt. Eintöpfe schmurgeln bei schwacher Hitze vor sich hin. Altkanarische, runzelige Kartoffeln werden mit einem Hauch Meersalz serviert. Und Gofio, das geröstete Getreidemehl gilt als Seele der Insel.  Die Körner von  Mais, Gerste und Weizen bewahren die Erinnerung an Felder und Mühlen.

Papas con mojo
Turismo de Canarias

Überall auf der Insel, wo der Atlantik die Küsten streichelt und die Winde unvergessliche Geschichten flüstern, erhebt sich die Gastronomie wie ein leuchtender Leuchtturm. Zwei Restaurants, Haydée by Víctor Suárez in La Orotava und Taste 1973 unter der Leitung von Diego Schattenhofer im Hotel Villa Cortés in Arona, wurden nun aufgrund ihrer außergewöhnlichen Küche mit ihrem ersten Michelin-Stern ausgezeichnet.

Víctor Suárez zeigt seine Kreativität in zwei Menüs: Atlántico und Raíz. Jedes Gericht gleicht einer Leinwand, auf der Aromen, Farben und Texturen verschmelzen, verwoben mit Fäden aus Kindheitserinnerungen und Aromen aus anderen Kulturen. Auf dem Gaumen erwacht die Insel zum Leben und jeder Bissen ist ein Gedicht, das Tradition und Innovation gewidmet ist.

Guachinche el Cubano
Turismo de Canarias

Das Restaurant Taste 1973  bietet auf der anderen Seite Gerichte, die mit der Geschichte der Kanarischen Inseln durchtränkt sind. An ihrer Kreation ist ein  multidisziplinäres Team aus Meeresbiologen, Neurologen und Historiker beteiligt, das sich auf die historischen Wurzeln ihrer Vorfahren, der Guanchen-Kultur, bezieht.

Mit den beiden  neuen Sternerestaurants verfügt Teneriffa über insgesamt neun prämierte Einrichtungen. Über  zwei Sterne kann sich das Restaurants M.B. von The Ritz Carlton Abama, mit Erlantz Gorostiza als Küchenchef freuen. Er hat in der Fusion zwischen mediterraner Küche und den Traditionen der Insel ein eindeutig erfolgreiches Rezept gefunden. Dazu gesellt sich  El Rincón de Juan Carlos. Dort feiern die beiden Brüder Juan Carlos und Jonathan Padrón ein köstliches kulinarisches Fest mit neu interpretierten kanarischen Traditionen. Die Küche des El Nub in Bahía del Duque lässt sich am besten  mit den Worten Kreativität und Avantgarde beschreiben. Das Kabuki und San Hô im Hotel Royal Hideaway Corales zeichnet sich durch ein aufregendes und unterhaltsames Angebot aus, in dem auch japanische, peruanische und kanarische Küche vereint wird.

Auf diese Weise wird die Insel zusammen mit den Restaurants, die mit dem  quailtätsauszeichnung der Repsol-Sonnen dekoriert sind, zu einem gastronomischen Epizentrum.

Käse
Turismo de Canarias