Cubos Madrid: Das neue Zentrum der urbanen Kunst
In den letzten Jahren hat die spanische Hauptstadt eine kulturelle Wiederbelebung erlebt, die verschiedenen Formen des künstlerischen Ausdrucks Raum gegeben hat. Eine der neuesten Initiativen kombiniert Kunst, öffentlichen Raum und Moderne: Cubos Madrid, ein innovativer Ort, der der urbanen Kunst gewidmet ist und den ikonischen Durchgang der Plaza de los Cubos transformiert hat.
Cubos Madrid ist keine temporäre Ausstellung, sondern ein dauerhaftes Projekt, das sich regelmäßig verändert und dazu einlädt, einen Teil der Stadt neu zu entdecken, der zuvor vielleicht unbeachtet geblieben ist. Dieser Raum wurde in eine Freiluftgalerie verwandelt, in der verschiedene Formen der zeitgenössischen urbanen Kunst wie Graffiti, Tape Art und unkonventionelle Techniken wie Häkelkunst koexistieren.

Die Entstehung von Cubos Madrid ist der Zusammenarbeit zwischen MERLIN Properties, dem Eigentümer der kommerziellen und Büroflächen in der Plaza de los Cubos, und dem Madrid Street Art Project zu verdanken, einer unabhängigen Organisation, die sich der Schaffung, Organisation und Kommunikation von Projekten im Bereich der urbanen Kunst widmet. Neben künstlerischen Projekten im öffentlichen Raum führen sie auch Aktivitäten zur Verbreitung und Pädagogik der urbanen Kunst durch, wie Führungen und Workshops.
Das Hauptziel dieses Projekts ist es, den Platz künstlerisch zu gestalten und ihn in einen lebendigen, dynamischen und sich ständig weiterentwickelnden Raum zu verwandeln, in dem urbane Kunst Teil des Alltags der Stadt wird.
Bereits in den Jahren 2017 und 2018 führte das Madrid Street Art Project die ersten beiden Ausgaben von Arte al cubo durch, ein Event, das ebenfalls die Plaza de los Cubos als Leinwand nutzte. Die Ausgabe von 2024 ist jedoch ehrgeiziger und ermöglicht eine größere Beteiligung von Künstlern sowie eine Serie permanenter Wandgemälde. Außerdem gibt es eine rotierende Wand, die Platz für Vorschläge aufstrebender Künstler bietet. Insgesamt fünfzehn urbane Künstler, die alle aus Madrid stammen oder eine enge Verbindung zur Stadt haben, haben ihre Visionen auf der Plaza de los Cubos umgesetzt. Der gemeinsame Nenner dieser Arbeiten ist die Stadt Madrid.



Die Mischung aus Alltäglichem und Symbolischem sowie die Vielfalt der verwendeten Techniken sind bereits Markenzeichen dieses Raums. Die Wandgemälde sollen nicht nur den Raum verschönern, sondern auch Geschichten erzählen, Emotionen hervorrufen und die Madrider Identität widerspiegeln, während sie eine Verbindung zum Alltag der Passanten herstellen.
Ein weiteres bemerkenswertes Element ist die rotierende Wand, die alle drei Monate wechselt und darauf abzielt, die Vorschläge aufstrebender Künstler zu präsentieren, die über einen offenen und fortlaufenden Aufruf ausgewählt werden. Diese Wand, 3 Meter hoch und 7,7 Meter breit, bietet die Möglichkeit, dass jedes Quartal ein neuer oder wenig bekannter Künstler sein Werk an einem privilegierten Ort im Zentrum Madrids ausstellen kann, was neue Ideen und Stile in die Stadt bringt. Dies ermöglicht es jedem urbanen Künstler, seine Vorschläge zu jedem Zeitpunkt einzureichen und die Chance zu haben, seine Kreationen an einem frequentierten Ort zu zeigen, den Menschen auf dem Weg zu Gerichten, Büros, Kinos oder nahegelegenen Restaurants regelmäßig passieren.
Kunst ist nicht auf Galerien beschränkt, noch erfordert sie den Kauf eines Tickets, um sie zu genießen und zu erleben. Sie ist da, um jederzeit geschätzt zu werden, in einer informelleren und zugänglicheren Umgebung für alle.
Cubos Madrid ist nicht nur ein künstlerischer Erfolg, sondern auch ein Beispiel dafür, wie Städte Kunst in ihren Alltag integrieren können. Da immer mehr Menschen die künstlerischen Interventionen auf der Plaza de los Cubos entdecken und genießen, ist es wahrscheinlich, dass solche Initiativen in andere Stadtviertel und Gebiete expandieren und zur größeren Demokratisierung der urbanen Kunst in Madrid beitragen werden.
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